Internationaler Frauentag

Wir hatten geflüchtete und einheimische Frauen für den Internationalen Frauentag am Mittwoch, 8. März ab 18 Uhr in unser Café eingeladen. Nahezu 100 Frauen, Kinder und auch Männer machten den Abend zu einem großartigen Erfolg. Zahide Sarikas, Kurdin und SPD-Stadträtin, weit über Konstanz hinaus bekannt für ihr tatkräftiges Engagement für Geflüchtete und besonders für Frauen, schilderte die Entwicklung dieses weltweit anerkannten Tages am 8. März, an dem speziell für die Rechte der Frauen demonstriert wird und der in einigen Ländern offizieller Feiertag ist. Sarikas schloss mit einem Zitat von Clara Zetkin: „Wir wollen da kämpfen, wo das Leben ist.“ Nach der arabischen Übersetzung ihrer Rede durch Zeinab Nahlé erinnerte Mohamad Kardiye an die vielen – auch im Jahr 2017 noch – unterdrückten Frauen weltweit. Er forderte: „Wir dürfen die geflüchteten und vergewaltigten Frauen nicht vergessen.“

Vier Syrerinnnen aus der Bashi-Gruppe von Beate Hessler, nämlich Om Firas (Najieh), Om Karam (Khawla), Om Munir (Sanaa) und Om Ismael (Piroz), hatten bereits seit dem Nachmittag im Café ein großartiges und vielfältiges Buffet aus ihrer verlassenen Heimat vorbereitet, das Begeisterung hervorrief und Stunden später aber tatsächlich auch leergegessen war.

Zur Begrüßung hatten wir rote und gelbe Rosen, gestiftet vom Gartencenter Spiegel (Danke!), an die weiblichen Gäste verteilt. Wenn man miterlebt hat, wie sehr sie sich tatsächlich darüber gefreut haben, sicher die richtige Geste. Und eine Freude war es für uns auch, dass zu den Besuchern dieses Abends die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Konstanz gehörte, Christa Albrecht. Im Flyer der Stadt zum Internationalen Frauentag standen 21 Veranstaltungen vom „Weltgebetstag“ bis hin zum Infoabend für Frauen „Trennung und Scheidung“, die Liste der „VeranstalterInnen“ reichte von der Afghanischen Frauengruppe über Café Mondial bis ver.di Frauen. Konstanz war dabei. Rundum. (nic/Bilder Andrea)